Michael Schiefer
Techno & Trance
Stories behind the sound

Die Welt hinter den Tracks.

Jedes Album beginnt mit einer Idee, einer Erinnerung oder einem Ort. Hier erzähle ich, wie daraus Klangwelten, Texte und schließlich Musik werden.

The album journey

Eine Reise durch Klangwelten

Jedes Kapitel steht für ein Land, eine Idee und einen neuen musikalischen Versuch.

Albumcover von Ωmega Helios
Kapitel 01

Ωmega Helios

Wie griechische Klangwelten auf Techno trafen
Meine Begeisterung für Griechenland begleitet mich seit meiner Kindheit. Ωmega Helios entstand aus dem Wunsch, traditionelle griechische Klänge mit meiner Leidenschaft für Techno zu verbinden.
Die Geschichte entdecken

Griechenland begleitet mich schon seit meiner Kindheit. Für mich ist es eines der schönsten Länder der Welt – wenn nicht sogar das schönste. Natürlich ist das meine ganz persönliche Meinung.

Mich faszinieren nicht nur die Landschaften, das Licht und die Atmosphäre, sondern vor allem auch die Klänge der traditionellen griechischen Musik. Ihre Melodien, Instrumente und besondere Emotionalität haben mich schon lange begeistert.

Da ich aber nun einmal eine echte Techno-Nase bin, lag der Gedanke schnell auf der Hand: Warum nicht beide Welten miteinander verbinden? Traditionelle griechische Klangfarben, epische Melodien und treibende elektronische Beats – genau daraus sollte etwas Eigenes entstehen.

Also legte ich los. Moderne KI-Werkzeuge halfen mir dabei, deutsche Texte ins Griechische zu übertragen. Für einzelne Passagen nutzte ich außerdem KI-generierte Stimmen, um die griechische Sprache auch gesanglich in die Tracks einzubinden. Die Technik war dabei kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, mit dem ich meine musikalische Idee umsetzen konnte.

So entstand mein erstes Album: Ωmega Helios – eine Verbindung aus meiner Begeisterung für Griechenland, traditionellen Einflüssen und meiner Leidenschaft für Techno und Trance.

Albumcover von Esencia del Trueno
Kapitel 02

Esencia del Trueno

Wie ein Flamenco-Rhythmus mein zweites Album entfachte
Die Idee entstand ganz zufällig bei einem Film: Eine spanische Band spielte Flamenco – und der Rhythmus erinnerte mich sofort an elektronische Musik.
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Esencia del Trueno folgte direkt auf Ωmega Helios. Die Idee dazu entstand auf eine ziemlich zufällige und zugleich lustige Weise: Ich sah mir einen Film an, in dem eine spanische Band diesen unverwechselbaren Flamenco spielte.

Der Rhythmus ließ mich sofort aufhorchen. Der treibende Beat erinnerte mich erstaunlich stark an meine elektronische Musik. Plötzlich war der Gedanke da: Diese spanische Energie, die Gitarren, das Temperament und die Emotionalität müssten sich doch hervorragend mit Techno und Trance verbinden lassen.

Also begann ich, mit genau dieser Mischung zu experimentieren. Aus Flamenco-inspirierten Klangfarben, spanischen Texten und elektronischen Beats entwickelte sich nach und nach ein ganz eigener Sound.

Auch bei diesem Album unterstützte mich KI bei den Texten und beim Gesang. Ganz ehrlich: Meine eigene Stimme hört sich einfach furchtbar an. Mit den passenden KI-Stimmen kamen die spanischen Passagen dagegen genau so kraftvoll, emotional und überzeugend rüber, wie ich sie mir vorgestellt hatte.

So entstand mein zweites Album Esencia del Trueno – mein „spanisches“ Album und der nächste Schritt auf meiner musikalischen Reise durch verschiedene Länder und Klangwelten.

Albumcover von Blood of Highlands
Kapitel 03

Blood of Highlands

Dudelsack, mystische Highlands und treibender Techno
Nach Griechenland und Spanien entstand die Idee, mit meiner Musik weiterzureisen. Der nächste Halt führte mich zu den mystischen Klangwelten Irlands und Schottlands.
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Blood of Highlands begann eigentlich als simpler Gag. Nachdem ich mit Ωmega Helios griechische und mit Esencia del Trueno spanische Einflüsse verarbeitet hatte, kam mir der Gedanke: Warum nicht einfach internationalen Techno machen, der die typischen Klänge verschiedener Länder aufgreift?

Damit lag es für mich nahe, als Nächstes musikalisch in Richtung Irland und Schottland zu reisen. Besonders der Dudelsack faszinierte mich schon immer. Sein kraftvoller, manchmal rauer und gleichzeitig emotionaler Klang besitzt eine ganz eigene Energie.

Dazu kamen diese mystischen Klangwelten, wie man sie aus Geschichten und Filmen rund um Artus, Merlin und alte Legenden kennt: neblige Landschaften, Burgen, Schlachten und Melodien, die nach einer längst vergangenen Zeit klingen.

Genau diese Atmosphäre wollte ich mit meiner Musik einfangen. Ich begann, Dudelsackklänge und folkloristische Elemente mit treibenden Techno- und Trance-Beats zu verbinden. Aus der zunächst scherzhaften Idee entwickelte sich schnell ein ernsthaftes musikalisches Konzept.

So entstand Blood of Highlands – eine Mischung aus Dudelsack, Folk, mystischer Atmosphäre und elektronischer Energie. Gleichzeitig war es der nächste Schritt meiner musikalischen Reise durch die Klangwelten verschiedener Länder.

Albumcover von Echoes of Anatolia
Kapitel 04

Echoes of Anatolia

Eine musikalische Herausforderung zwischen Anatolien und Techno
„Hey Micha, mach mal ein Album auf Türkisch!“ Aus dem Wunsch meiner Arbeitskollegen wurde eines meiner anspruchsvollsten musikalischen Projekte.
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Nachdem sich auch an meinem Arbeitsplatz langsam herumgesprochen hatte, dass ich nebenbei Musik mache, hörten einige meiner Kollegen in meine bisherigen Alben hinein. Ein großer Teil von ihnen stammt aus der Türkei – und so dauerte es nicht lange, bis der Wunsch kam: „Hey Micha, mach mal ein Album auf Türkisch!“

Was zunächst nach einer schönen neuen Station meiner musikalischen Reise klang, wurde schnell zu einer echten Herausforderung. Traditionelle türkische Musik lässt sich nicht ohne Weiteres mit Techno verbinden. Ihre Rhythmen bleiben nur selten gleichförmig, und auch die Melodieführung folgt oft Strukturen, die für meine elektronisch geprägten Ohren zunächst schwer nachzuvollziehen waren.

Also begann ich zu recherchieren: Welche Instrumente prägen die türkische Musik? Welche Emotionen transportiert sie? Wie sind die Melodien und Rhythmen aufgebaut? Je tiefer ich einstieg, desto deutlicher wurde mir, dass ich diese Klangwelt erst verstehen musste, bevor ich sie glaubwürdig mit Techno verbinden konnte.

Ich experimentierte mit MIDI-Nachbildungen einer Bağlama, einer Zurna und einer Darbuka. Ganz langsam formten sich daraus die ersten Tracks. Viele Versuche funktionierten allerdings nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich löschte Stücke wieder, begann von vorne, änderte Rhythmen und suchte immer wieder nach der richtigen Balance zwischen anatolischer Tradition und elektronischem Druck.

Bei den Texten und der türkischen Sprache halfen mir meine Kollegen. Zusätzlich unterstützte mich erneut KI bei Übersetzungen und beim Gesang. Diese Kombination aus persönlichen Rückmeldungen, technischer Hilfe und intensiver musikalischer Recherche brachte das Projekt schließlich zusammen.

Nach vielen Anläufen, viel Geduld und noch mehr Recherche entstand am Ende Echoes of Anatolia – eines meiner anspruchsvollsten Alben und eine Hommage an die musikalische Vielfalt Anatoliens.

Albumcover von Wrath of Valhalla
Kapitel 05

Wrath of Valhalla

Alte Tracks, neue Wucht und der Ruf der Wikinger
Für dieses Album folgte ich weiter meinem internationalen Musikpfad – diesmal härter. Einige seiner Tracks hatten allerdings schon eine fast zwanzigjährige Reise hinter sich.
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Mit Wrath of Valhalla wollte ich meinen internationalen Musikpfad fortsetzen und gleichzeitig eine deutlich härtere Gangart einschlagen. Nach Griechenland, Spanien, den Highlands und Anatolien führte mich die Reise nun in die Welt der Wikinger – mit schweren Drums, rauer Energie und einer düsteren nordischen Atmosphäre.

Ein großer Teil der musikalischen Ideen für dieses Album war allerdings keineswegs neu. Viele der Tracks oder ihre ersten Fassungen existierten bereits seit Jahrzehnten und lagen unveröffentlicht auf meiner Festplatte. Fast zwanzig Jahre lang war ich musikalisch weitgehend inaktiv.

Ganz aufgehört hatte ich trotzdem nie. Zwischendurch machte ich immer wieder Musik nur für mich selbst. Dann saß ich in meinem Stuhl, die Instrumente am PC angeschlossen, und entwickelte hier und da einen Track – ohne Plan für ein Album und ohne die Absicht, etwas davon zu veröffentlichen. Die Stücke verschwanden anschließend wieder auf der Festplatte.

Als ich mit Wrath of Valhalla begann, holte ich einige dieser alten Arbeiten wieder hervor. Manche davon hatten all die Jahre überlebt, weil in ihnen noch immer etwas steckte, das mich berührte. Ich überarbeitete sie, gab ihnen mehr Druck und fügte den Wikinger-Touch hinzu, damit sie zur gemeinsamen Klangwelt des Albums passten.

Aus lange vergessenen Ideen wurden so neue Tracks. Nordische Klangfarben, eine härtere elektronische Gangart und musikalische Fragmente aus einer anderen Phase meines Lebens fanden plötzlich zusammen.

Wrath of Valhalla ist deshalb mehr als nur mein Wikinger-Album. Es verbindet meine heutige Musik mit Stücken aus der Zeit vor meiner langen Pause – und machte aus fast zwanzig Jahre alten Dateien endlich ein veröffentlichtes Kapitel meiner Geschichte.

Albumcover 1 des gemeinsamen Kapitels Albumcover 2 des gemeinsamen Kapitels Albumcover 3 des gemeinsamen Kapitels
Kapitel 06

Drei Alben. Ein kreativer Lauf.

Von Latin Techno über Italien bis zu Oliver Onions
The Latin Rhythm Code, Sangue Italiano und Fist, Dust & Freedom entstanden in kurzer Folge – drei Alben, die sich aus vorhandenen Ideen und einer musikalischen Abzweigung entwickelten.
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The Latin Rhythm Code, Sangue Italiano und Fist, Dust & Freedom entstanden recht schnell nacheinander. Auch in dieser Phase konnte ich auf den einen oder anderen älteren Track zurückgreifen, der noch auf meiner Festplatte schlummerte. Aus diesen Ideen entwickelte sich ein kreativer Lauf, bei dem ein Album beinahe ganz von selbst zum nächsten führte.

The Latin Rhythm Code wurde zu einer Reise durch Länder, in denen lateinamerikanische Musik zum Lebensgefühl gehört: Kuba, Brasilien, Panama, Mexiko, Puerto Rico, Venezuela und viele weitere. Ich experimentierte mit Salsa, Cha-Cha-Cha, Mariachi und anderen typischen Klangfarben und verband sie mit Techno und elektronischen Beats.

Zunächst versuchte ich, auch italienische Einflüsse in dieses Konzept einzubauen. Während der Arbeit merkte ich jedoch schnell, dass diese Klangwelt nicht wirklich zum lateinamerikanischen Gesamtbild passte. Also trennte ich die italienischen Ideen konsequent ab. Aus dieser musikalischen Abzweigung entstand mit Sangue Italiano ein eigenes Album. Bei Sprache, Texten und Gesang unterstützte mich – wie schon bei den vorherigen Projekten – erneut die KI.

Der Gedanke zu Fist, Dust & Freedom entwickelte sich wiederum aus der Arbeit am italienischen Album. Ich bin mit den Filmen von Bud Spencer und Terence Hill aufgewachsen. Deshalb gehört für mich auch die Musik von Oliver Onions untrennbar zu diesen Klassikern und zu vielen Erinnerungen aus meiner Kindheit.

Zum ersten Mal wollte ich nun keine vollkommen neuen Stücke schreiben, sondern bestehende Musik covern und in meine eigene elektronische Klangwelt übertragen. Bevor ich damit beginnen konnte, musste ich allerdings zunächst die rechtliche Situation klären. Ich hatte keinerlei Erfahrung damit, ob und unter welchen Bedingungen ein urheberrechtlich geschützter Track gecovert und veröffentlicht werden darf.

Diese Fragen ließen sich glücklicherweise recht schnell klären, sodass den Coverversionen nichts mehr im Wege stand. So entstand schließlich Fist, Dust & Freedom – meine persönliche elektronische Neuauflage klassischer Oliver-Onions-Stücke und zugleich eine musikalische Verbeugung vor den Filmen, mit denen ich aufgewachsen bin.

Aus einer lateinamerikanischen Reise wurde damit erst ein italienisches Album und anschließend ein ganz persönliches Tribute-Projekt. Drei Veröffentlichungen, die unterschiedlich klingen, aber durch dieselbe kreative Phase miteinander verbunden sind.

Albumcover 1 des gemeinsamen Kapitels Albumcover 2 des gemeinsamen Kapitels Albumcover 3 des gemeinsamen Kapitels
Kapitel 07

Die Schiffsreise um die Welt

Schranz, internationale Häfen und eine fortlaufende musikalische Route
Mit Route of M.S. Schranz begann ich endlich meine liebste Sparte elektronischer Musik zu produzieren – und verwandelte sie zugleich in eine Kreuzfahrt durch internationale Klangwelten.
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Mit Route of M.S. Schranz begann ich, meine tatsächliche Lieblingssparte der elektronischen Musik zu produzieren. Seit meinem jungen Erwachsenenalter war Schranz in seiner Form der 90er-Jahre genau der Sound, den ich am liebsten hörte. DJ Rush, Monika Kruse, Chris Liebing und Felix Kröcher gehörten zu den Künstlern, die mich damals besonders begeisterten.

Vor allem liebe ich das etwas schnellere Tempo von etwa 145 bis 150 BPM: fetzige Kicks, rollende Bässe und diese kompromisslose Energie – herrlich. Trotzdem wollte ich meinen internationalen Musikpfad nicht verlassen. Also stellte ich mir die Frage, ob sich Schranz-Rhythmen auch mit Klängen und Musikrichtungen aus aller Welt verbinden lassen.

Ich probierte alles aus: französische, russische, afrikanische und chinesische Einflüsse – und noch vieles mehr. Zahlreiche Tracks wurden erstellt, wieder gelöscht, neu aufgebaut und erneut verworfen. Nach zwei Monaten täglicher Arbeit hatte ich schließlich 22 unterschiedliche Stücke, denen nur noch hier und da der letzte Feinschliff fehlte.

Bei so vielen internationalen Klangwelten brauchte das Album einen Titel, der diese Reise deutlich machte. Mir kam eine Kreuzfahrt in den Sinn. So entstand der Name Route of M.S. Schranz. Er passte nicht nur zu den Tracks, sondern gab der Musik zugleich eine fortlaufende Geschichte: Jeder Stil wurde zu einem neuen Ziel auf einer musikalischen Weltreise.

Direkt danach begann ich mit dem nächsten Album nach demselben Grundprinzip. Beyond the Route führte die Reise über die bekannte Route hinaus. In Gedanken lief ich verschiedene Häfen an, und jeder Hafen brachte eine andere Musikrichtung mit sich. Ich kombinierte Ragtime, Boogie, Hardgroove und sogar Tango mit Schranz und Hardstyle-Techno. Ich war selbst überrascht, wie gut diese ungewöhnlichen Mischungen tatsächlich funktionierten.

Im Juni 2026 war Beyond the Route schließlich fertig und bereit für die Veröffentlichung. Doch damit war die Kreuzfahrt noch lange nicht beendet. Seit Juni 2026 arbeite ich bereits am nächsten Teil der Reise: Ports of the World.

Das neue Album soll die Idee der musikalischen Häfen konsequent fortsetzen – ein neuer Hafen, ein neuer Klang und eine neue Geschichte. Die Veröffentlichung ist derzeit für September 2026 geplant. Damit wird aus einer einzelnen Albumidee endgültig eine fortlaufende Reise um die Welt.